Einfach mal abschalten!

Was machen die meisten Menschen, wenn sie gerade aufgewacht sind? Anstatt froh und munter in den neuen Tag zu starten, wird erst einmal das Handy gecheckt und somit die Kontrolle über das eigene Leben abgegeben: Facebook, Instagram, Whatsapp, Snapchat, Youtube oder ähnliche Plattformen ‚müssen‘ gecheckt werden. Die Angst etwas zu verpassen, ist scheinbar riesengroß.

Doch dadurch beginnt man den Tag gleich mal mit Energieverlust, Defokussierug, Abhängigkiet und Fremdbestimmung. Keine guten Voraussetzungen um glücklich in den Tag zu starten. Zugegeben, ich habe das auch jahrelang genauso gemacht und mich immer gewundert, warum ich nie mehr fit bin, wenn ich aufstehe. Ich habe das dann einfach mal aufs Alter geschoben, dabei bin ich erst 26 Jahre alt. Wenn die Fitness wirklich so rapide mit dem Alter sinken würde, wäre ich gefühlt in 10 Jahren schon tot. Dadurch, dass ich als Influencer gezwungen bin, mehrere Stunden am Tag mit meinem Handy zu arbeiten und gerne auch mal privat darauf gucke, sammle ich täglich bis zu 10 volle Stunden am Handy, was bedeutet, dass ich über 50 % meines wachen Lebens am Handy verbringe, klingt traurig, ist es auch.

Wobei andere auch 8 Stunden lang vor einem Rechner sitzen und zusätzlich auch immer wieder den Drang verspüren ins Handy zu gucken. Wie dem auch sei, immer mehr Menschen werden regelrecht Handy-süchtig. Die meisten merken es nicht einmal. Bereits eine Stunde ohne Handy, kann sie extrem nervös machen.

Auch vor dem Schlafen gehen verschwenden zu viele Menschen ihre wertvolle Lebens- oder auch Schlafenszeit damit, in den Leben anderer herumzustöbern.

Doch wie schafft man es, da wieder auszubrechen?

Jeden Tag online, jeden Tag für abertausende Menschen verfügbar und gut drauf zu sein, geht eine Zeit lang gut. Irgendwann kommt jedoch der Punkt, an dem man merkt, dass es selbstzerstörerisch ist, was man da tut. Ich habe rechtzeitig die Reißleine gezogen, bin super spontan nach Thailand geflogen und habe mir eine ‚offline‘ Zeit gegönnt. Es war herrlich. Ich konnte mich endlich mal wieder nur auf mich konzentrieren, ohne den ständigen Druck, dem man ständig ausgesetzt ist. Dem unbewussten Versuch, immer mithalten zu müssen. Zwei Wochen hat es gedauert, dann hat es bei mir Klick gemacht.

Mir ist in meiner offline Zeit so viel bewusst geworden und seit ich wieder zurück in Deutschland bin, sprühe ich vor Motivation, Lebenslust und Energie! Um das nie wieder zu verlieren, habe ich nun endlich auch meine Morgenroutine geändert. Das Erstaunliche daran: Ich gehe müde ins Bett und erwache fit wie ein Turnschuh. Ich sage erstaunlich, dabei sollte das doch normal sein, aber für viele ist es das einfach nicht mehr.

In Thailand bin ich in einen buddhistischen Tempel zum Meditieren gegangen. Das war heftig, aber ich habe viel über mich selbst gelernt und auch, wie man nach Vipassana meditiert. Beim Meditieren gibt es kein richtig oder falsch, das ist eins der schönsten Dinge daran. Wusstet ihr übrigens, dass Menschen, die ein Jahr lang meditieren, glücklicher sind, als jene, die viel Geld im Lotto gewinnen?

Bestimmt seid ihr neugierig, was ich denn an meinem Morgen nun verändert habe und wie auch ihr wieder fit aufwachen könnt.

Das Wichtigste ist: Nehmt euch die ersten beiden Stunden des Tages nur für euch. Solltet ihr übertrieben früh aufstehen müssen, dann probiert es erstmal mit einer Stunde, aber nehmt sie euch, als extra. Ihr startet ganz anders und viel fitter in den Tag, auch wenn ihr ein, zwei Stunden weniger geschlafen habt.

Macht worauf immer ihr Lust habt, tanzt, singt, esst, joggt, meditiert, wälzt euch hin und her oder sprigt durchs Zimmer, Hauptsache ihr checkt nicht eure Social Media Apps in dieser Zeit!

Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, mich nicht mehr ewig hin und her zu drehen, wenn der Wecker läutet oder zehn mal auf Schlummern zu stellen. Der Wecker klingelt, ein, zweimal, ich lasse die ersten Lichtstrahlen in mein Zimmer scheinen und fange dann in Ruhe an ca. 15 Minuten zu meditieren. Danach denke ich daran, wofür ich heute dankbar bin, springe aus dem Bett, drehe die Musik laut auf ( Sorry, Nachbar) und tanze durch die Wohnung, während ich warte, bis mein Kaffee durchläuft. Dann schlüpfe ich in mein Sportoutfit und laufe los. Zurück in der Wohnung, mache ich, je nach Lust und Laune noch ein kleines Workout. Dann wird geduscht, eingecremt, sich fertig gemacht und gefrühstückt. Und der nächste herrliche Arbeitstag kann starten!

Ich denke, jeder muss für sich selbst herausfinden, wie er gerne in den Tag starten möchte und natürlich kann man nicht jeden Tag Sport machen oder gleich gute Laune haben. Mir als Selbstständige hilft diese Routine aber extrem, da jeder Tag so völlig anders ist und nie etwas routiniert bei mir abläuft. Ein bisschen Halt im Leben ist aber immer gut, auch wenn ich super gerne fliege.

Probiert es doch einfach mal eine Woche lang aus, oder lasst zumindest euer Handy so lange in Ruhe, bis ihr fertig gemacht für die Arbeit seid und nehmt euch dann 10 Minuten für die wichtigsten Nachrichten Zeit. Was xy oder zkt gerade machen oder wo sie herumreisen, ist nicht wichtig für euer persönliches Glück! Kreiert euer eigenes Traumleben! Die Morgenroutine ist der erste Schritt in Richtung Traum.

Eure Stella

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