Fernsehluft

 

„Start Up! Wer wird Deutschlands bester Gründer?“ war bereits die zweite TV Sendung, an der ich teilgenommen habe. Scheinbar zieht es mich ins Fernsehen. Das war allerdings in diesem Fall nicht der Grund für meine Teilnahme an den Sendungen gewesen. Unsere Plattform LovelyCurves wollte ich in dem neuen Format mit Carsten Maschmeyer vorstellen und somit die Chance auf eine Million Euro Investment bekommen. Diese Vorstellung ist einfach großartig. Meinen Pitch für unser Unternehmen LovelyCurves konntet ihr gestern Abend zur Prime Time auf Sat.1 sehen. Insgesamt 35 von über 2000 Gründern durften sich der dreiköpfigen Jury, bestehend aus Herrn Maschmeyer, seinem Finanzberater und Lea Lange vorstellen. Leider konnten wir die Jury in der Kürze der Zeit nicht von unserem Konzept überzeugen.

Zu viel zum Ablauf dieses Drehtages darf ich leider nicht verraten. Gerne erzähle ich euch aber allgemein, wie so ein Drehtag beim Fernsehen aussieht. Als ausgebildete Schauspielerin, war ich schon oft am Set und bei Drehs dabei. Auch meine Teilnahme bei Curvy Supermodel 2016 hat mir eine Menge TV Erfahrung mitgegeben. Eins kann ich euch sagen: Der Großteil eines jeden Drehs besteht für die Darsteller aus warten. Warten, warten, warten. Das Licht muss eingestellt werden, hundert Leute interviewt werden, bei Fehlern immer wieder neu angefangen werden. Drehtage gehen bis zu 16 Stunden, manchmal auch bis 3 Uhr nachts und am nächsten Tag geht’s dann um 7 Uhr weiter. Es ist also teilweise auch anstrengend. Wenn man auf Reisen geht, in anderen Städten dreht, klingt das zwar sehr schön, von der Umgebung sieht man aber nicht sehr viel. Wenn ich an drehfreien Tagen joggen gehen wollte, durfte ich immer nur die gleiche Strecke im Kreis laufen, ja nicht zu weit weg vom Zuhause auf Zeit, da man ja auf Abruf bereit stehen muss.

Das ist noch nicht alles: In vielen Sendungen bekommt man sogar sein Handy abgenommen! Für eine Influencerin und Handysüchtige wie mich, der blanke Horror. Nicht nur, dass man über keine Social Media Kanäle mehr etwas posten kann. Auch mit seinen Liebsten ist wochenlang kein Kontakt möglich. Man wird völlig isoliert, um ja keine Informationen herauszugeben, denn das könnte den Verlauf der Ausstrahlung erheblich stören. Wenn z.B. jeder schon wüsste wer eine Sendung gewinnt, wäre es quasi langweilig zu gucken und die Quoten fallen in den Keller. Also heißt es: Höchste Geheimhaltungsstufe. Das wäre ja alles noch in Ordnung, wenn man für die stundenlangen Dreharbeiten und die Abschottung von der Außenwelt ausreichend entlohnt werden würde. Leider ist nicht mal das überall der Fall. In manchen Sendungen gibt es Geld, in anderen wiederum gar nichts. Das heißt, du kannst nur mitmachen, wenn du es schaffst regelmäßig deine Miete und die laufenden Kosten zu bezahlen, ganz ohne zu arbeiten. Für Freiberufler ist das natürlich der blanke Horror. So verhält es sich mit den TV-Castingsshows, soweit ich weiß.

Beim Film ist das ganz anders, Arbeitszeiten werden größtenteils eingehalten und falls man mal länger am Set parat stehen muss, bekommt man seine Überstunden bezahlt.

Aber es sind immer wertvolle Erfahrungen, die man macht. Und alles kann einen ans Ziel bringen, man muss nur dran bleiben!

 

Eure Stella

 

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